Tag der Kranken Jede Geste zählt
Mit Grippe kraftlos im Bett liegen, darauf kann jede und jeder gern verzichten. Gut, dass zumeist ein Ende der Leidenszeit absehbar ist. Anders bei denjenigen, die dauerhaft mit einer schweren Erkrankung bettlägerig sind: Zu wissen, für den Rest des Lebens nicht mehr aktiv am Leben teilzuhaben, kann besonders aufs Gemüt schlagen. Umso wichtiger ist es, diesen Patientinnen und Patienten ein Gehör zu schenken und ihnen zu vermitteln, dass an sie gedacht wird – so wie heute am «Tag der Kranken», der zum nunmehr 87. Mal stattfindet. Ins Leben gerufen wurde dieser Tag im Jahr 1939 durch die Tuberkulose-Ärztin Dr. Marthe Nicati. Ihr Anliegen: Brücken zwischen kranken und gesunden Menschen zu bauen und die gesamte Bevölkerung für Themen rund um Gesundheit und Krankheit zu sensibilisieren. Im Jahr 1943 wurde der Gedenktag schliesslich auf die gesamte Schweiz ausgeweitet. Jedes Jahr – immer am ersten Sonntag im März – wird ein spezifischer Schwerpunkt gesetzt, um über aktuelle Herausforderungen im Gesundheitswesen aufzuklären. Das diesjährige Motto: «Selbstbestimmt und eingebunden».
Anerkennung für helfende Hände
Doch nicht nur Sensibilisierung soll heute eine Rolle spielen: Auch ist es den Initiatorinnen und Initiatoren des «Tags der Kranken» ein wichtiges Anliegen, durch Begegnung und Zusammenhalt der Vereinsamung kranker Menschen entgegenzuwirken. Ebenso gilt es, all diejenigen wertzuschätzen, die sich beruflich oder privat für kranke Menschen engagieren – ob Pflegende, Therapeutinnen, Ärzte oder Angehörige.
In den vergangenen Jahren beteiligten sich Tausende mit Konzerten, mit Besuchs- und Geschenkaktionen in Spitälern und Heimen, aber auch mit Predigten und Solidaritätsveranstaltungen. 155 Aktionen, die in fast allen Kantonen in irgendeiner Form stattgefunden haben, wurden im Vorjahr gemeldet – wobei es vermutlich noch eine Vielzahl weiterer gab. Wichtig jedoch: So positiv die Resonanz auf den «Tag der Kranken» jedes Jahr auch ist, es braucht eine Vielzahl weiterer Aktionen, damit Betroffene mehrfach im Jahr wieder Lebensfreude empfinden können.
Erstellt: 19.03.2026 07:00 Uhr
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