UV-Schutz Schöne Sommerhaut braucht Pflege
Mehrfach hat sich das Wetter zuletzt von seiner hochsommerlichen Seite gezeigt. Wer möchte da nicht im nächstgelegenen See Abkühlung suchen. Auch wenn es sich bei erfrischenden Temperaturen im kühlen Nass nicht so anfühlt, ist ein entsprechender UV-Schutz zentral. Denn Wasser reflektiert die UV-Strahlung, wodurch ihre Wirkung noch verstärkt wird.
Gründe für Verzicht auf Sonnencreme
Doch die Nutzung von Sonnenschutzmitteln ist von Land zu Land verschieden, wie eine repräsentative Umfrage des Marktforschers YouGov aus dem vergangenen Sommer unter 2‘547 befragten Personen im Auftrag des Onlinehändler Galaxus zeigt: Cremen sich in der Schweiz und in Österreich rund neun von zehn Personen regelmässig ein, schützen sich in Deutschland und Frankreich nur etwa acht von zehn Personen vor den gefährlichen UV-Strahlen.
Woran das liegt? 32 Prozent der Schweizer Befragten gaben an, sich vor Sonnencreme zu «ekeln». In Deutschland verzichtet jeder Dritte darauf, weil es «zu umständlich» sei, sich einzucremen. Möchten 21,6 Prozent in Frankreich «Geld sparen», möchten 16,7 Prozent der Befragten in Italien «schneller braun» werden. In Österreich stehen dagegen «gesundheitliche Bedenken» im Raum. Ebenso gefragt wurde, welche Art von Sonnenschutz die Menschen am häufigsten nutzen: An erster Stelle liegt Sonnencreme, gefolgt von Sonnenspray und Sonnenöl.
Nasses T-Shirt lindert Beschwerden
Worauf es bei der Wahl des passenden Sonnenschutzmittels ankommt? Unerlässlich ist ein Breitbandschutz, der nicht nur gegen UVA-, sondern auch gegen UVB-Strahlung wirkt sowie ein Lichtschutzfaktor von mindestens 30. Häufigster Fehler: Viele Menschen tragen zu wenig auf und cremen zu selten nach. Die Folge: Sonnenbrand. Hierbei dringt übermässige UVB-Strahlung in die oberen Hautschichten ein und schädigt dort die DNA der Zellen.
Doch was ist dann zu tun? Raus aus der Sonne und die Haut etwa mittels einer kalten Dusche gut kühlen. Ist der Rücken betroffen, hilft es, ein nasses T-Shirt überzuziehen. Handelt es sich um einen grossflächigen oder starken Sonnenbrand, etwa mit Blasenbildung, ist ärztlicher Rat einzuholen.
Keine fetthaltigen Cremes
Zu bewährten Hausmitteln bei Sonnenbrand gehören Umschläge mit kaltem schwarzem Tee, genauso wie Speisequark oder Naturjoghurt, die in einer dicken Schicht auf die verbrannte Haut aufgetragen und mit einem Tuch bedeckt werden sollten –
jedoch gilt, bei stark gereizter Haut den Quark mit Vorsicht anzuwenden, da durch Milchsäurebakterien ein Infektionsrisiko besteht.
Auch wird After-Sun-Produkten mit Aloe Vera oder Panthenol eine beruhigende, regenerierende Wirkung nachgesagt. Abzusehen ist dagegen von fetthaltigen Cremes, da sie die Entzündung verstärken können. Dies gilt prinzipiell in der warmen Jahreszeit – insbesondere für Menschen mit Hauptproblemen. Denn ein Öl- oder Fettfilm auf der Haut verhindert die natürliche Verdunstung von Wasser. Folge: Das Wasser bleibt in der Haut, wodurch diese aufquillt und so die Schutzfunktion der Haut durchlässiger für Erreger macht.
Für eine schöne Haut im Sommer sind stattdessen leichte, feuchtigkeitsspendende Produkte wie Seren, Fluids oder Cremes mit Hyaluron ideal, um die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen.
Ein Maximum an Feuchtigkeit
Dermatologinnen und Dermatologen raten grundsätzlich zu einer auf den Hauttyp angepassten Reinigung und Pflege – auch weil unsere Haut ohnehin bereits im hohen Masse gestresst ist. Wichtig zu wissen: Gestresste Haut kann zur Faltenbildung beitragen. Denn Stress beschleunigt den Abbau von Kollagen und Elastin, was zu einer geringeren Spannkraft und Elastizität führt.
Neben den passenden Kosmetik-Produkten wirken sich auch bestimmte Nahrungsmittel positiv auf die Sommerhaut aus. Wird etwa durch Vitamin C die Kollagenbildung forciert, ist Zink – auch als Nahrungsergänzungsmittel – essenziell, damit die Haut sich erneuert und die Kollagenstimulation angeregt wird. Nicht zu vernachlässigen ist zudem Vitamin E. Es ist in Olivenöl, Rapsöl, Nüssen, oder Eigelb enthalten, stärkt die Hautbarriere und sorgt dafür, dass mehr Feuchtigkeit gespeichert werden kann. Und damit unsere Haut noch mehr davon bekommt, heisst es nicht zuletzt: trinken, trinken, trinken!
Erstellt: 11.08.2025 07:00 Uhr
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