Karies Caries Dentium

Karies ist eine Zahnerkrankung, bei der sich die Zahnsubstanz langsam abbaut und sich schliesslich ein Loch im Zahn enwickelt Die Entstehung von Karies wird durch mangelnde Mundhygiene und zuckerreiche Ernährung gefördert und äussert sich in der Regel durch Verfärbungen der Zähne bis hin zu starken Schmerzen.

Caries Dentium

Allgemeine Informationen

Karies gilt als die häufigste Zahnerkrankung weltweit, denn fast jeder Mensch leidet in seinem Leben mindestens einmal an Karies. Meist äussert sich die Zahnerkrankung durch Verfärbungen der Zähne bis hin zu starken Schmerzen. Mangelnde Mundhygiene und eine zuckerreiche Ernährung können die Entstehung von Karies fördern. Für Laien ist Karies sprichwörtlich ein Loch im Zahn, doch die Zahnerkrankung beginnt schon viel früher. Bei Karies kommt es zu einer zunehmenden Entkalkung der harten Zahnsubstanz. Erst wenn der Prozess der Entkalkung nicht gestoppt wird, kommt es letztendlich zu einem Loch im Zahn.

Daher unterscheiden Medizinerinnen und Mediziner auch zwischen verschiedenen Arten von Karies, je nachdem, wie viel von der Zahnsubstanz schon zerstört ist. Liegt noch eine intakte Oberfläche mit beginnender Entkalkung vor, wird von einer Initialkaries gesprochen, bei einer etablierten Karies ist die Oberfläche defekt. Zusätzlich gibt es verschiedene Unterformen, je nachdem welche Schichten des Zahnes betroffen sind.

Risikofaktoren

Eine weitverbreitete Annahme, dass Karies erblich ist, stimmt so nicht, aber Karies kann in Familien gehäuft auftreten,. Erbliche Faktoren wie tiefe Zahnrillen stellen einen potenziellen Risikofaktor für Karies dar.

Generell wird Karies durch mehrere Faktoren beeinflusst: Bakterien, Zahnhygiene, das Immunsystem und Essgewohnheiten. Die Kariesentstehung wird durch süsse Speisen und Getränke gefördert, in denen Haushaltszucker (Saccharose), Traubenzucker (Glukose) oder Fruchtzucker (Fruktose) steckt. Wird viel davon konsumiert, ist das Risiko höher Karies zu bekommen. Zusätzlich ist Zähneputzen ein wichtiger Faktor, denn dadurch werden die Bakterien im Mund in ihrer Anzahl reduziert. Putzt sich jemand selten oder nachlässig die Zähne, vermehren sich vorwiegend diejenigen Bakterien, die Karies verursachen. Menschen mit einem geschwächten Immunsystem leiden häufiger unter Karies als Personen mit einem starken Immunsystem. Zu einer Schwächung des Immunsystems kommt es beispielsweise bei chronischen Erkrankungen wie Diabetes mellitus oder auch Medikamenten wie Antibiotika oder Kortikosteroide.

Mögliche Symptome

Im Anfangsstadium entkalkt die Säure die Zahnoberfläche, was sich durch weisse Flecken auf den Zähnen äussert. Dabei bleibt die äusserste Oberfläche intakt. Erst wenn die Karies schon länger bestehet, verfärben sich die weissen Flecken bräunlich. Zu Zahnschmerzen kommt es erst, wenn die Karies das unter dem Zahnschmelz liegende Zahnbein (Dentin) befällt. Ist die Karies erst einmal im Zahnbein angekommen, verbreitet sie sich schneller bis sie den Zahnnerv erreicht. Es kann zu Entzündungen im Zahnmark kommen, was zu einer schmerzhaften Entzündung führen kann. In diesem Stadium reagieren die Zähne empfindlich auf Süsses, Kaltes und Heisses.

Diagnose

Bei Verdacht auf Karies sollten Zahnärztinnen und Zahnarzte aufgesucht werden. Diese begutachten die Zähne auf kariöse Stellen mit einer starken Lichtquelle, einem Spiegel und einer Sonde, gegebenenfalls auch mit weiteren Hilfsmitteln. Da sich Karies auch zwischen den Zähnen befinden kann, ist sie nicht direkt sichtbar. Daher setzen Zahnärztinnen und Zahnärzte bei Verdacht auf Karies eine Röntgen-Untersuchung ein, um zu sehen, ob kariöse Veränderungen vorhanden sind und wie weit die Karieserkrankung bereits fortgeschritten ist. Bei bereits bestehenden Zahnfüllungen empfiehlt sich in regelmässigen Abständen eine Röntgenaufnahme, um zu kontrollieren, ob sich unter Füllungen oder an Kronenrändern Karies befindet.

Behandlung

Ist Karies noch im kompletten Frühstadium, können manchmal bereits eine verbesserte Mundhygiene und der Verzicht auf zuckerreiche Ernährung ausreichen. Allerdings wird eine Karies meist erst dann entdeckt, wenn sie schon weiter fortgeschritten ist und von einem Zahnarzt behandeln werden muss. Wird die Karies frühzeitig entdeckt, kann sich der Zahnschmelz durch Gabe von Fluorid beim Zahnarzt wieder erholen. Ist der Zahn jedoch bereits beschädigt, sollte das kariöse Dentin vollständig entfernt werden. Dazu wird die kariöse Stelle am Zahn mit einem Bohrer entfernt und im Anschluss das entstandene Loch gefüllt. Es gibt inzwischen auch weitere Methoden, bei denen das Bohren nicht immer notwendig ist. Als Füllungsmaterial kommen Kunststoffe, verschiedene Keramiken, Metalllegierungen (zum Beispiel aus Gold, Platin, Silber) und Amalgam infrage. Die Materialien unterscheiden sich optisch, in der Verarbeitung und in den Kosten. Alle Patientinnen und Patienten sollten in Absprache mit ihren Zahnärztinnen und Zahnärzten entscheiden, welches Füllungsmaterial passend ist.

Erstellt: 02.07.2021 07:00 Uhr

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