Arthrose Dem Verschleiss entgegentreten

Das Knie tut weh. Die Hüfte schmerzt. Unter einer Arthrose kann früher oder später jeder Mensch leiden. Frauen sind dabei häufiger betroffen. Was kann man präventiv tun? Und wie kann Betroffenen geholfen werden?

Dem Verschleiss entgegentreten
Knieschmerzen wegen Arthrose können sehr unangenehm sein

Tagtäglich führen wir mehr oder weniger bewusst tausende Bewegungen aus. Unsere Gelenke haben daher einiges an Leistung zu erbringen: Sie ermöglichen, dass wir uns überhaupt bewegen  können, sie geben Halt und dämpfen plötzliche und harte Bewegungen. Für Letzteres besitzen sie einen Stoss dämpfer: den Gelenkknorpel. Grundsätzlich braucht jedes Gelenk einen mechanischen Reiz, also eine gewisse Belastung, um nicht zu degenerieren. Das betrifft auch den Gelenkknorpel. Über Alltags aktivität hinausgehende Bewegung, auch zur Stärkung der gelenkübergreifenden Muskulatur, ist daher das A und O, um die Gelenke zu schützen. Ist der glatte, elastische Überzug des Gelenkknorpels beschädigt und geht der «Knorpelschaden» mit einer Veränderung, genauer Verdichtung, des Knochens ein her, ist das ein Zeichen für eine beginnende Arthrose. In der Schweiz leiden weit mehr als eine halbe Million Menschen unter den Folgen des langsam fortschreitenden Gelenkverschleisses, der für manche Betroffene zum schmerzvollen Begleiter wird: jeder Schritt eine Qual, das Aufstehen eine Tortur, Finger bewegungen funkt der Schmerz dazwischen.

Dem Verschleiss entgegentreten
Schmerzende Knochen

Knorpel auf dem Rückzug

Am häufigsten betroffen sind Hüft, Knie, Grosszehengrun gelenk und Fingergelenke. Als Hauptursache gilt der natürliche Alterungsprozess der Gelenke. Jedoch können auch Überlastung durch Übergewicht oder gewisse Sportarten, Fehlstellungen oder Deformierungen der Gelenke sowie Knochenbruch oder eine Sportverletzung dazu führen, dass die Knorpel in den Gelenken sich frühzeitig abnutzen und somit die Knochen im Spätstadium direkt aneinander reiben. Schmerzen, Entzündungsschübe, Verhärtungen, Verformungen sowie steife Gelenke sind – je nach Krankheitsstadium – die Folgen. Wie sich die Arthrose im Laufe der Zeit entwickelt, ist individuell ganz unterschiedlich. Und: Die Diagnose Arthrose bedeutet nicht, dass man später automatisch mit starken Behinderungen rechnen muss.

Dem Verschleiss entgegentreten
Zugewinn an Mobilität nach Behandlung möglich

Gute Behandlungsoptionen

Um Schmerzen zu lindern und das Fortschreiten der chronischen Krankheit zu verlangsamen, ist Bewegung ohne starke Belastung angeraten, denn dadurch wird der Gelenkknorpel besser ernährt und die gelenkstützende Muskulatur gestärkt. Geeignete gelenkschonende Sportarten sind: Velofahren, Schwimmen, Spazierengehen oder Nordic Walking. Um den «ArthroseTeufelskreis» aus Schmerzen – weniger Bewegung – schlechterer Versorgung des Gelenkknorpels – Verstärkung der Arthrose zu durchbrechen, ist neben Bewegung eine Vermeidung von Übergewicht elementar. Grundsätzlich Ziel konservativer und operativer Behandlungsmethoden ist es, die Schmerzen der Betroffenen zu lindern und die Bewegungsfähigkeit wiederherzustellen. Neben der klassischen Physiotherapie können unter anderem physikalische Anwendungen wie Wärme oder Gleichstrom, Massagen sowie Injektionen helfen und den Gelenkersatz, als letztes Glied in der Behandlungskette, herauszögern oder gar vermeiden. Wenn die Ärztin oder der Arzt aufgrund starker Schmerzen und Mobilitätseinschränkungen zu einer Operation rät, löst das bei vielen Betroffenen Unbehagen aus. Diese Reaktion ist zwar normal, aber eigentlich unbegründet. Wer sich in die Hände eines erfahrenen Chirurgen begibt – massgeblich ist hier die Anzahl der bereits durchgeführten Gelenkersatzoperationen – , kann mit einem guten Ergebnis und vor allem einem Zugewinn an Mobilität und Lebensqualität rechnen.

Erstellt: 15.09.2022 07:00 Uhr

Paid Post

Dieses Portal bietet sich nicht für eine Selbstdiagnose an. Bei Symptomen kontaktieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker. Die Beiträge werden von der Redaktion von onlineimpact erstellt und nicht von Medizinern. Die Redaktion von Tages-Anzeiger und Tamedia/RX Group haben keinerlei Einfluss auf die Inhalte.