Osteoporose Knochenschwund

Osteoporose ist eine Stoffwechselerkrankung der Knochen, bei der sich das Knochengewebe langsam abbaut und die Knochen dadurch leichter brechen. Faktoren wie das Geschlecht, Alter und der Lebensstil können die Wahrscheinlichkeit erhöhen, an Osteoporose zu erkranken.

Knochenschwund

Allgemeine Informationen

Bei Osteoporose handelt es sich um eine Erkrankung des Knochens. Die Krankheit wird auch als Knochenschwund bezeichnet, denn das Knochengewebe wird im Verlauf stark angegriffen. Der Knochen ist lebendes Gewebe, welches sich im gesunden Zustand ständig abbaut und wieder ersetzt. Bei Menschen, die an Osteoporose erkranken verläuft die Bildung von neuem Knochen langsamer als der Verlust von altem Knochen. Das Verhältnis von Knochenaufbau und -abbau ist gestört, wodurch die Knochenmasse abnimmt. Dadurch werden die Knochen schwach und brüchig.  Ein Sturz oder auch leichte Belastungen wie Bücken oder Husten können in einem fortgeschrittenen Stadium dann zu einem Bruch führen. Besonders häufig treten osteoporosebedingte Frakturen in der Hüfte, dem Handgelenk oder der Wirbelsäule auf. Sowohl Männer und Frauen können erkranken, doch besonders ältere Frauen nach der Menopause sind gefährdet.

Risikofaktoren

Verschiedene Risikofaktoren die beeinflussbar und nicht beeinflussbar sind, begünstigen eine Osteoporose. Altersbedingt wird die Knochenqualität generell schlechter. Neben dem Alter spielt auch das Geschlecht eine Rolle, denn Frauen erkranken deutlich öfter als Männer an Osteoporose, besonders nach ihrer Menopause. Ausserdem gibt es eine familiäre Vorbelastung für Osteoporose. Zusätzlich können zu wenig Bewegung, mangelnde Aktivität, ungesunde Ernährung, Calcium- und Vitamin-D-Mangel, Medikamente (wie z.B. Cortison), niedriges Körpergewicht und Rauchen und/oder übermässiger Alkoholgenuss eine Osteoporose begünstigen.

Mögliche Symptome

In den frühen Stadien des Knochenverlusts treten in der Regel keine Symptome auf. Erst wenn die Osteoporose die Knochen schwächt, treten Beschwerden auf. Typische Anzeichen sind Rückenschmerzen, verursacht durch einen gebrochenen oder gequetschten Wirbel, eine gebückte Haltung oder ein Rundrücken. Häufig kommt es vermehrt zu Knochenbrüchen nach harmlosen Anlässen oder sogar ohne Anlass. Bei Betroffenen nimmt manchmal die Körpergrösse ab, da Wirbelkörper langsam in sich brechen. Es kann vorkommen, dass Betroffene bis zu mehreren Zentimetern schrumpfen. Diese Art der Brüche bleibt meist unerkannt und unbehandelt.

Diagnose

Die Basisdiagnostik der Osteoporose umfasst ein Check-up der Osteoporose-Risikofaktoren, der Kranken- und Familiengeschichte, möglicher Knochenbrüche und dadurch bedingter Beeinträchtigungen. Zusätzlich wird überprüft, ob es Hinweise auf andere Erkrankungen gibt, die zu einer sekundären Osteoporose führen können. Die Kontrolle von Körpergewicht und -grösse, die Prüfung der Beweglichkeit, der Kraft in den Gliedmassen, vor allem den Beinen, und des Gleichgewichtes durch bestimmte Bewegungstests gehören ebenfalls dazu. Dafür wird beispielsweise das timed-up-an-go Verfahren eingesetzt. Dabei wird die Zeit gestoppt, die Betroffene benötigen, um aufzustehen, drei Meter zu gehen und wieder zurück zu kommen. Überschreitet die Zeit mehr als 30 Sekunden ist die Person in ihrer Mobilität beeinträchtigt. Eine Knochendichtemessung (Osteodensitometrie) mittels sogenannter Dual-X-Ray-Absoptiometry (DXA; auf Deutsch: Doppel-Röntgen-Absorptionsmessung) an der Lendenwirbelsäule und am Hüftknochen dient ebenfalls der Diagnose. Eine Röntgenuntersuchung kommt dann zum Einsatz, wenn chronische Rückenschmerzen mit unklarer Ursache vorhanden sind. Bei der Röntgenuntersuchung wird die Wirbelsäule untersucht, da häufig Wirbelbrüche bei einer Osteoporose entstehen.

Behandlung

Ziel der Behandlung ist es, die Osteoporose aufzuhalten und Knochenbrüche vorzubeugen. Gab es schon Brüche, soll die Therapie weitere Brüche verhindern.  Dafür gibt es verschiedene Medikamente, die helfen die Knochen zu festigen und vor Brüchen zu schützen. Medikamente, die den Knochenabbau verhindern nennen sich antiresorptiv, andere die den Knochenaufbau stärken, werden als osteoanabol bezeichnet. Zusätzlich werden nicht-medikamentöse Massnahmen wie ausreichend Bewegung (Sport, Krankengymnastik), eine ausgewogene Ernährung und Kalzium- und Vitamin-D-Präparate empfohlen. Bei einer sekundären Osteoporose müssen zusätzlich die Grunderkrankungen behandelt werden. Liegen bereits Knochenbrüche vor, müssen diese eventuell operiert werden.

Erstellt: 24.08.2021 07:00 Uhr

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